Romeo Siddneo
 

9 - 11 - 01

Alle rennen, sind bedeckt von Staub
ich sehe wie ihre Lippen schreien,
doch meine Ohren vernehmen keinen Laut.
Ich will mich nur aus diesem Alptraum befreien.

Doch ich wache nicht davon auf,
es ist unwirklich, trotzdem real.
Feuer überall, wohin ich auch lauf
und bedrohlich biegt sich härtester Stahl.

Was ist das, inmitten all dieser Not?
Jemand in Uniform weist mir den Weg.
Ich renne, zu entfliehen dem Tod,
folge ihm auf feuerfreiem Steg.

Meine Augen erblicken befreiend Licht
Ich bin draußen, habe überlebt.
Andere hatten dieses Glück nicht,
auch sie hatten nach dem Leben gestrebt.

Was ist der Grund für diesen Terror?
Ich entdecke darin keinen Sinn.
Die Menschen flüchten davor,
doch keiner weiß wohin.

 

 

Tränen des Hasses

Einen Sinn hat diese Gewalt nicht,
doch sollte man den Grund erwähnen.
Man sieht ihn in jedem Gesicht,
das befeuchtet ist von Tränen.

Das ursprünglich belebende Nass
wird beim Abschied eines geliebten Menschen
der Grund für endlos tiefen Hass
und lässt den Tod eines anderen wünschen.

Derjenigen, die das Unglück beschworen,
die ihr Land zur separaten Welt erklärten,
dabei die Übersicht des Ganzen verloren
und dadurch anderen eine Zukunft verwehrten.

Wir nehmen alles was wir nur kriegen.
Es bleibt ihnen nur Hunger und Neid.
Die Wahrheit zu unseren Gunsten verbiegen,
das ist die Wurzel unser beider Leid.